Albert Altwicker

Ein Nationalsozialist als Namensgeber

Bürgermeister von Repelen – Baerl
während des „Tausendjährigen Reiches“

Antrag auf Umbenennung der Albert – Altwicker – Straße

„Ein verdienter Bürger ?“ -„Nur seine Pflicht getan?“

Ich habe im Oktober letzten Jahres einen Antrag an den Rat der Stadt Moers gerichtet, der da lautet:

Der Stadtrat möge beschließen: Die „Albert-Altwicker-Straße“ in Moers Utfort wird umbenannt.

Der Namensgeber der heutigen „Albert-Altwicker-Straße“ war offenbar überzeugter Nationalsozialist.

Er betrieb die Sache des Nationalsozialismus von den frühen Jahren dieser Bewegung.

Wie aus etlichen Presseberichten der Zeitung „Der Grafschafter“ hervorgeht, hat Altwicker bereits früh die Nationalsozialistische Sache eifrig befördert. In mehreren Zeitungsartikeln wird er ausdrücklich erwähnt als „PG“ also Parteigenosse, wie sich die Nazis damals nannten. Ein Besonderes Anliegen war ihm, die Jugend für die „Sache“ zu gewinnen. Es wurden unter seiner Ägide in kurzer Zeit in allen Gemeindeteilen HJ – Heime eingerichtet bzw. gebaut.

Das Heim der Hitlerjugend in Meerbeck bei der Einweihung (Bild „Der Grafschafter“ 1933)

Der Sitzungsvorlage zum „Ausschuß für Bürgeranträge“ zu meinem Antrag liegt ein im Auftrag der Verwaltung verfertigter Vermerk der Stadtarchivarin Frau Hundrieser-Gillner bei.

Die Stadtarchivarin betont einleitend, sie wolle bewusst die Presseberichte jener Zeit außen vorlassen und nur nach Aktenlage urteilen.

Das halte ich für falsch! 

Sie hat in den vorhandenen Akten nicht viel Belastendes gefunden.

Kein Wunder, die NRZ/WAZ  berichtete schon 1978 über die „Denkwürdige Lücke in Kommunalarchiven“: „Es ist eigenartig. Wenn man in den kommunalen Archiven stöbert, so scheinen zwölf Jahre jüngerer Zeit überhaupt nicht zu existieren. „Wir haben nichts“, mußten jetzt auch der Moerser Stadtarchivar Brinkmann und die Kreisarchivarin achselzuckend feststellen, als sie nach Doku­menten der Verfolgung von Regime-Gegnern gefragt wurden.“

Die nationalsozialistischen Untaten wurden eben nicht aktenmäßig erfasst, vielleicht wurden die einschlägigen Akten auch rechtzeitig vor Eintreffen der Alliierten vernichtet, vielleicht wurden die auch beim Bombentreffer auf das Rathaus vernichtet. Es ist auch erwähnenswert, daß ein Großteil der Gemeindeverwaltung nach dem Krieg aus den gleichen Personen bestand wie während der Nazi-Zeit. Es gab also genug Möglichkeiten, belastende Akten zu entfernen.

Der Vermerk von Frau Hudrieser-Gillner folgt in fataler Weise  genau den Argumentationslinien, mit denen sich die ganze Kriegs-Generation in der Nachkriegszeit von Schuld reingewaschen hat.

„Man konnte ja gar nicht anders“

„Man musste mitmachen“

„Es diente nur der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“

„Es war von oben angeordnet“

„Die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung hatte oberste Priorität“

Fatal auch die Schlußfolgerung der Stadtarchivarin:

„Er (Altwicker) war wie viele im Dritten Reich Mitläufer und Opportunist.“

andererseits widerspricht sie sich selbst, indem sie anschließend feststellt: „Die Ausübung seiner (heute durch Quellen belegbaren) dienstlichen Tätigkeiten, sei es als Bürgermeister oder als Leiter der Ortspolizeibehörde, nutzte letztlich gerade in den ersten Monaten nach dem 30. Januar 1933 der Festigung und Etablierung des NS-Regimes.“

Wenn man sich heute, fast 80 Jahre nach Ende der Nazi-Barbarei fragt, wie konnte es passieren, daß ein so kultiviertes und gebildetes Volk wie die Deutschen eine solche Unrechtszeit nicht nur ertrug, sondern zu großen Teilen daran beteiligt war, mitgemacht hat, dann findet man genau diese Antwort.

Der Verwaltungsapparat funktionierte wie man es erwarten konnte, oder wie es Moerser Stadtarchivarin ausdrückt:

 Altwicker war ein Verwaltungsfachmann, der stets genau das ausführte, was ihm von weisungsbefugten Stellen aufgetragen bzw. anhand von Gesetzen, Erlassen, Verordnungen, Verfügungen etc. vorgegeben wurde.“

oder:“ Sämtliche vorhandenen Dienstzeugnisse von Altwicker zeichnen alle dasselbe Bild eines äußerst fleißigen, gewissenhaften, zuverlässigen und regeltreuen Beamten, der sich im Dienst und außerhalb immer tadellos verhielt.“

oder: „Die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in Repelen-Baerl hatte für Altwicker oberste Priorität.“

oder: „Dass Altwicker konsequent Unruhe vermeiden wollte“

Genau aus dieser Geisteshaltung heraus konnte passieren dass abertausende Menschen zu Unrecht eingesperrt, in Konzentrationslager verschleppt, versklavt, gedemütigt und ermordet wurden, daß die vorgebliche Ordnung, die aufrecht erhalten werden sollte, in Wirklichkeit zur STAATLICHEN UNORDNUNG, zu Willkürherrschaft und Unrecht  geworden war.

Bericht „Der Grafschafter“ vom 23.5.1933

Man war zwar Mitglied der NSDAP, aber das war ja nicht böse gemeint, man tat nur, was getan werden musste. Man hatte vorbeugend Kommunisten, SPD-Mitglieder, oder andere Unruhestifter, womöglich noch ein paar Schwule weggesperrt, aber das geschah ja nur zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, wie es die Stadtarchivarin beschreibt.

Sitzungsleiter Albert Altwicker Bericht „Der Grafschafter“ 2.6.1933

Zur „vorbeugenden“ Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung formierte Altwicker, ohne Anlass und ohne von irgendjemandem dazu gedrängt worden zu sein, eine Hilfspolizei aus Stahlhelm-Angehörigen  und SS-Männern und NSDAP-Mitgliedern die ihm bei Verhaftungen, Durchsuchungen, Beschlagnahmungen behilflich sein konnte.

Über  Deportation von Juden, Sinti, Roma oder der Behandlung von Kriegsgefangenen die hier interniert waren oder gar den Tod von 146 Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter im Lager Pattbergschächte, von denjenigen, die zur „Verhinderung erbkranken Nachwuchses“  zwangssterilisiert wurden, wird in der ganzen Stellungsnahme /Vermerk kein Wort verloren !

Die Ausstellung des „Persilscheins“

Die (posthume) Entnazifizierung Altwickers (wie auch seiner Frau), die Bescheinigung, er sei zwar NSDAP-Mitglied, aber ja nicht so ein ganz richtig schlimmer Nazi  gewesen, wird bezeugt von Menschen, die offenbar selbst im System verstrickt waren. Dies geschah wohl damit die „arme“ Witwe wenigstens über der Hinterbliebenenrente versorgt war, man kannte sich ja in Moers, man musste ja weiterhin miteinander auskommen. So ist auch der Persilschein für den NSDAP Kreisleiter Bubenzer zustande gekommen, der stolz 1941 vermeldet hatte „Moers ist jetzt judenfrei“. Nach dem Krieg wurde ihm, auch von kirchlicher Seite, bescheinigt, er sei gar nicht so schlimm gewesen, ohne ihn hätte es womöglich noch schlimmer kommen können.. Eine in den ersten Jahren nach dem Kriege gern geübte Praxis des gemeinsamen Verdrängens.

Der Gemeindedirektor Winter, selbst seit 1933 Mitglied  der NSDAP, der Altwicker bescheinigte ein nicht so richtiger Nazi gewesen zu sein und nichts Schlimmes getan zu haben,  war als Gemeindedirektor dem Bürgermeister Altwicker unterstellt, hätte sich also selbst einer Untat bezichtigen müssen, würde er gegen Altwicker ausgesagt haben. Derselbe Gemeindedirektor war nach dem Ende der Nazi-Herrschaft weiter als Gemeindedirektor in Amt und Würden. Das könnte u.U. die „dünne“ Aktenlage aus jenen dunklen Tagen erklären.

Gemeindedirektor Erwin Winter
(Aus Chronik der Gemeinde Rheinkamp)

Weitere Entlastungszeugen werden im Vermerk der Stadtarchivarin mit folgenden Worten angeführt: „Sowohl dem verstorbenen Albert Altwicker als auch seiner Ehefrau Anna wurde im Rahmen der Entnazifizierung bescheinigt, keine aktiven Mitglieder in der NSDAP gewesen zu sein. Bezeugt wurde dies von Dr. med. Hans Averdunk und Dr. jur. Peter Kleifeld, beide aus Repelen.“

Dazu muß man aber auch sagen, daß Dr. Peter Kleifeld als Mitglied der „Glaubensgemeinschaft Deutsche Christen“ für den Kirchenvorstand in Repelen kandidierte. (Meldung Grafschafter vom 22.07.1933) 

„Die streng nach dem Führerprinzip organisierte Bewegung „Deutsche Christen“ bezeichnete sich als „SA Jesu Christi“ und bekannte sich zu einem „positiven Christentum“, wie es in Artikel 24 des Parteiprogramms der NSDAP propagiert wurde. Die Deutschen Christen forderten „Rassenreinheit“ als Bedingung für eine Kirchenmitgliedschaft und die Loslösung der evangelischen Kirche von jüdischen Wurzeln“ Zitat: Claudia Prinz Deutsches Historisches Museum, Berlin 15. Juli 2015

Auch der nächste Zeuge, Herr Dr. Averdunk aus Repelen schien der Bewegung nicht ganz fern zu stehen. So berichtet zum Beispiel der Grafschafter 1935 unter der Schlagzeile:

 „Der Nationalsozialismus braucht eine heldische Frau“

vom Jahresfest der „vaterländischen Frauenbewegung“:

Im Laufe des Berichtsjahres schieden folgende Damen aus unserm Vorstand aus: …. Frau Wilhelm Bubenzer aus Baerl wegen Berufung als Frauenschaftsleiterin in Baerl, den Bezirk von Frau Gratwohl in Rheinkamp übernimmt Frau Kleifeld aus Rheinkamp … 

….. In Repelen haben wir am 4. April ds. einen Kursus zur Ausbildung von 7 Samariterinnen begonnen. Er steht unter Leitung von Dr. Averdunk aus Repelen, es nehmen 15 junge Mädchen aus Repelen und Umgegend daran teil. Solche Kurse sollen auch den anderen Vereinsbezirken stattfinden. sobald sich die nötige Zahl von jungen Mädchen meldet.

Nebenbei erwähnt war Frau Averdunk die Beauftragte für den „Mütterdienst“ in Repelen, einer Gliederung der NS-Frauenschaft,  der Frauenorganisation der NSDAP. Besonders über den eingerichteten Mütterdienst, der Kurse in Haushalts- und Gesundheitsführung, Erziehungsfragen und Brauchtum durchführte, wurden Frauen gezielt propagandistisch beeinflusst. (Quelle: Lagis Hessen, Landesgeschichtliches Informationssystem.)

Deshalb ist die Gesinnung des Bürgermeisters Altwicker eben auch nicht ausschließlich aus den Akten herauszulesen.

Allein die Tatsache, daß es schon kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Utfort und Repelen „Adolf-Hitler-Straßen“ gab, daß weitere Straßen nach Nazi-Größen benannt wurden, daß ein Stahlhelm-Heim mit Namen „Schlageter“ eingerichtet wurde, daß HJ-Heime gebaut wurden, daß ein „Ehrenmal“ in schlimmsten Nazi-Stil in Meerbeck errichtet wurde, ist ja keine Presse-Propaganda gewesen, das waren Tatsachen.

Die örtliche Presse, insbesondere „Der Grafschafter“ waren zwar  nationalsozialistisch auf Linie, jedoch muss man diese Berichte trotzdem berücksichtigen, auch wenn sie möglicherweise etwas übertrieben oder „beschönigend“ die Geisteshaltung des Bürgermeisters Altwicker darstellten.

Die Rede Altwickers zur Einführung des neu gewählten Gemeinderats 1933 wird dort wörtlich zitiert:

„ Meine Herren !- Ich heiße Sie im Namen der Bürgerschaft unserer Gemeinde in dem heute festlich geschmückten Sitzungssaale willkommen und begrüße sie herzlich. Gemeinsam grüßen wir in diesem Saale die alten ruhmreichen Farben, die Fahne schwarz-weiß-rot, die man vor 14 Jahren, wie auch so manches andere Gute und Bewährte in blindem Hass über Bord geworfen hat, grüßen auch das Hakenkreuzbanner, das Symbol der jungen deutschen Freiheitsbewegung, die allein durch ihren mutigen und opferreichen Kampf die nationalen Kräfte im deutschen Volke wiedergeweckt und gesammelt und das Vaterland in letzter Stunde vor dem unvermeidlichen bolschewistischen Chaos gerettet hat. Wir danken dafür den braunen Kämpfern Adolf Hitlers, daneben aber besonders dem Führer dieser machtvollen Bewegung ….

… Für dieses hohe und hehre Ziel sind aber auch hunderte SA und SS-Männer im Freiheitskampfe der letzten Jahre gefallen….“

Er schloß seine Rede mit dem heute wieder ins Spiel gebrachten Ausruf „Alles für Deutschland !“

Damit ist seine nationalsozialistische Überzeugung und Geisteshaltung wohl mehr als unzweifelhaft zum Ausdruck gebracht !

Ich halte es für nicht vertretbar, ich empfinde es sogar als eine Verhöhnung der Menschen, die durch ihn drangsaliert wurden, daß heute noch eine Straße nach Altwicker benannt ist, daß ihm, wie es 1967 hieß als „verdienter Bürger der Gemeinde Rheinkamp“ diese Ehre zuteil wurde.

Hier werde ich nun einige Beispiele anfügen, die die Geisteshaltung Altwickers dokumentieren.

Da vermutlich in den letzten Tagen des Krieges, bzw. vielleicht sogar danach noch Akten vernichtet wurden, die Verantwortlichen waren oft noch nach Kriegsende in Amt und Würden, kann man kaum auf solche Akten zurückgreifen und muss die Presseberichte jener Jahre, wenn auch vorsichtig bewertend, hinzuziehen.

Grafschafter 12.4.1933

Der neue Kurs

Der neue Kurs in Repelen-Baerl.

Feierliche Einführung des nationalen Gemeinderats.

„Für die ewig Unzufriedenen und die notorischen Quertreiber ist heute kein Raum mehr!“— Die Reformarbeit der Nationalsozialisten.— der Kampfblock schaltet sich restlos ein

Der 11. April 1933 wird als ein Markstein heroischen nationalen Aufbruchs in der Geschichte der Gemeinde Repelen-Baerl verewigt werden: am 11. April 1933 wurden die neuen Männer der lokalen Kommunalpolitik im Geiste der nationalen Sendung, des heiligen Freiheitskampfes Adolf Hitlers und seiner Getreuen in ihr Amt eingeführt. Regsten Anteil nahm die Öffentlichkeit an diesem Ereignis, das, einer großen Offenbarung gleich, in seiner ganzen Gestaltung als ein gutes Omen für die Zukunft Geltung hat.

Urdeutscher Bekennermut im bismarckschen Sinne hielt Einzug

in die Stätte, die nunmehr auch das Bild des jungen Freiheitskanzlers Adolf Hitler ziert neben dem Sieger von Tannenberg und greisen Schirmherr des Reiches.

Und als weiteres Zeichen des Volksfrühlings: die Flagge der großen Vergangenheit schwarz-weiß-rot neben dem Sieges- und Zukunftskreuz der Nationalsozialisten. Vor Lorbeerbäumen SA= und Stahlhelm-Standarten…. Und wann hörte man zuletzt im Sitzungssaal des Utforter Rathauses deutsche Freiheitsweisen, wie sie gestern die Stahlhelm-Kapelle intonierte?— Und hat man schon einmal den Schwerkriegsbeschädigten einen Ehrenplatz im Sitzungssaal eingeräumt? Vater Peter Schumacher wird zudem als 85jähriger Veteran und Symbol einer ruhmreichen Zeit gewiß mit Stolz seinen Ehrenplatz eingenommen haben, wenn ihn auch kräftige SA-Arme hinauftragen mußten; auch das verkörperte leuchtendes Symbol. Im übrigen beherrschte das Ehrenkleid der SS. SA und des Stahlhelm den Raum, der die Schau= und Hörlustigen nicht zu schaffen vermochte.

Symbolisch auch der Auftakt zur Eröffnungssitzung des neuen Gemeindeplenums: der Gottesdienst in der Utforter Kirche, der ebenfalls im Zeichen des nationalen Erwachens stand. An dem Gottesdienst nahmen u. a. die nationalen und nationalsozialistischen Organisationen bezw. Formationen mit ihren Bannern geschlossen teil. Dem Zeitgeschehen angepaßt war die Predigt von Pfarrer Gaul; der Kirchenchor Utfort trug zur Vertiefung bei. Nach dem Gottesdienst gings im geschlossenen Zuge unter Vorantritt der Stahlhelmkapelle zum Rathaus

Verlauf der Sitzung.

Vorweg sei festgestellt, daß glatte, hemmungslose Arbeit geleistet wurde… und das wird zweifellos so bleiben. Immerhin ein Kuriosum, daß  von den drei sozialdemokratischen Verordneten zwei anwesend waren und daß einer von ihnen zu einem kurzen „Bekenntnis zur sachlichen Mitarbeit“ das Wort ergriff. Wie verlautet, wurde der Verordnete Schiller (SPD) in Schutzhaft genommen

Nach seinem Eintreffen ergriff Bürgermeister Altwicker sofort das Wort zu folgenden Darlegungen:

Meine verehrten Herren!

Am 12. März, ein kommunalpolitischer Wendepunkt, dessen Bedeutung und Auswirkung wir noch nicht zu übersehen vermögen, sind Sie als Gemeindeverordnete gewählt worden. Heute habe ich die Ehre und Freude, Sie in ihr Amt einführen zu können.

……..

Dank an SS., SA. und Stahlhelm.

Meine Herren!— Ich heiße Sie im Namen der Bürgerschaft unserer Gemeinde in dem heute festlich geschmückten Sitzungssaale willkommen und begrüße Sie herzlich. Gemeinsam grüßen wir in dieem Saale die alten ruhmreichen Farben, die Fahne schwarz-weiß-rot, die man vor 14 Jahren, wie auch so manches andere Gute und Bewährte, in blindem Haß über Bord geworfen hat, grüßen auch das Hakenkreuzbanner, das Symbol der jungen deutschen Freiheitsbewegung die allein durch ihren mutigen und opferreichen Kampf die nationalen Kräfte im deutschen Volke wieder geweckt und gesammelt und das Vaterland in letzter Stunde vor dem unvermeidlichen bolschewistischen Chaos gerettet hat.

Dafür danken wir den braunen Kämpfern Adolf Hitlers, daneben aber besonders dem Führer dieser machtvollen Bewegung, dessen Bild neben dem des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg unseren Sitzungssaal schmückt, den jungen Volkskanzler Adolf Hitler. Dank sage ich auch in dieser Stunde den SA- und SS-Männern, sowie den Stahlhelmern die in den vergangenen Wochen in vorbildlicher Disziplin  treu mitgeholfen haben. Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde aufrecht zu erhalten.

Den Kämpfern für das Reich bismarckscher Prägung.

Auf der Schwelle einer neuen großen Zeit stehend, wollen wir aber auch mit dankbarem Herzen derer gedenken, die in dem beispiellosen Völkerringen mit ihrem Blute Weltgeschichte geschrieben haben. Wir neigen uns in dieser feierlichen Stunde vor den 2 Millionen, die für Deutschlands Ehre. Größe und Zukunft gestritten, gelitten und geblutet haben und nun in fremder Erde und auf dem Grunde des Meeres ruhen. Sie hahen nicht gestritten für das Deutschland der 14 Jahre, sondern sie sind hinausgezogen und haben gekämpft für das Deutschland bismarckscher Prägung, für ein einiges und nationales Volk und Vaterland Für dieses hohe und hehre Ziel sind aber auch Hunderte SA, und SS-Männer im Freiheitskampfe der letzten 14 Jahre gefallen, deren in Liebe und Verehrung in dieser Stunde zu gedenken mir ebenfalls heiligste Pflicht und Bedürfnis ist. Mit Dank stelle ich fest, daß Sie sich von Ihren Sitzen erhoben haben.

Meine Herren! Es ist eine geschichtlich bedeutungsvolle Zeit, in der Sie in Ihr Amt einziehen. Wir wollen uns dieser bedeutungsvollen Stunde immer bewußt sein, wir wollen uns als die Vollstrecker des Willens der ehrlichen, gerechtdenkenden und aufbauwilligen Bevölkerung unserer Gemeinde betrachten und

wir wollen Gerechtigkeit gegen jeder Mann, Ehrlichkeit und Wahrheit Richtschnur unseres Handelns sein lassen.

Für die ewig Unzufriedenen und die notorischen Quertreiber ist heute kein Raum mehr. Wer an der notwendigen Neugestaltung des neuen Deutschlands nicht glaubt positiv mitarbeiten zu können, der bleibe zu Hause und störe unsere Arbeit nicht.

Mut zur Unpopularität erforderlich!

Ich weiß, meine Herren, daß der Weg, den wir zu gehen haben, nicht immer angenehm sein wird, es werden nicht alle Wünsche, und wenn sie oft noch so berechtigt sein mögen, erfüllt werden können.

Wir wollen uns auch nicht darüber hinwegtäuschen, daß es turmhohe Schwierigkeiten und Nöte wirtschaftlicher und sozialer Art zu überwinden gilt und Entscheidungen zu treffen sein werden, die Mut zur Unpopularität erfordern Auch Opfer werden gebracht werden müssen.

Wie jeder Neubau Einsatz von Kraft und Material erfordert, so wird sich das deutsche Volk angesichts der Schwere und Größe der Aufgabe aufbauwillig und opferbereit hinter die Regierung zu stellen haben. Es kommt hierbei auf die Mithilfe Aller an. Nach dem Willen des Führers braucht niemand der guten Willens ist, abseits zu stehen. Notwendig ist aber absolute Unterordnung unter den Willen der höchsten Führung, denn nur sie allein kann und darf wegweisend und zielsetzend sein.

Den Gemeinden, als den Ur- und Keimzellen und dem Fundament des Staates fällt bei dem beispiellosen Umbau des Staates eine außerordentlich wichtige Mission zu. Ohne auf Einzelheiten der vielseitigen kommunalen Aufgaben hier näher einzugehen, möchte ich doch noch die eine Tatsache herausstellen, daß die Gemeinden diese Aufgaben nur dann zu erfüllen vermögen, wenn die dazu nötige finanzielle Grundlage wieder hergestellt wird, sei es nun durch einen gerechten Finanz= und Lastenausgleich oder durch Wiederherstellung der alten und bewährten gemeindlichen Steuerhoheit.

Ich habe zur neuen Regierung das volle Vertrauen, daß sie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen wird, um den Gemeinden die für ihre Lebensfähigkeit und ihre Gedeihen nötige Hilfe zu geben. Lassen Sie uns in dem Geiste der neuen Zeit mit Gottvertrauen an die Arbeit gehen, die unserer Gemeinde zum Segen werden möge. Von ehrlichem und aufrichtigen Willen beseelt, reiche ich Ihnen die Hand. Wenn wir einig sind und wenn unsere Arbeit von gegenseitigem Vertrauen getragen ist, dann, meine Herren, wird es vorwärts und wieder aufwärts gehen. Bei unserem ganzen Tun und Handeln soll und muß uns aber das eine Hochziel vor Augen stehen:

Alles für Deutschland.

Glück auf!“



Der Grafschafter 28.3.1933

Nachrichten aus Repelen-Baerl

Nationale Kundgebung im Rathaus.

Geschlossene Teilnahme der ganzen Beamten und Angestelltenschaft.

Kreisfachberater für Beamtenfragen, Dipl. Kom. Lips veranstaltete aus Anlaß der Eröffnung des Reichstages im Rathaus Utfort im Einvernehmen mit Bürgermeister Altwicker eine Feier, woran die Beamtenschaft geschlossen teilnahm.

Der Sitzungssaal war festlich geschmückt mit Hakenkreuz= und schwarz=weiß=roten Fahnen, sowie mit Hitler= und Hindenburgbildern. Zu Beginn zog eine Fahnenabordnung der SA. ein. Lips eröffnete und führte u. a. folgendes aus: Ein deutscher Frühling ist erwacht und mit ihm die Nation. Das Volk steht auf zu neuen Taten. Der deutsche Wille hat immer zu Taten geführt. So, wie der Frontsoldat im Weltkriege seine eiserne Pflicht getan, um Heimat, Haus und Hof zu schützen, so hat sich unsere SA. schützend vor der Vernichtung des Vaterlandes durch den Marxismus gestellt. Die Versammlung erhob sich zu Ehren der 400 Deutschen. die für die Idee Adolf Hitlers ihr Leben ließen.

Bürgermeister Altwicker hob in einer zündenden Ansprache besonders die Korruption in den Verwaltungen hervor. Er sei froh, daß durch die Regierung Hitler wieder Sauberkeit in den Verwaltungen ihren Einzug hielten. Der Beamte sei an dieser Regierung besonders interessiert, weil er hier Schutz seiner wohlerworbenen Rechte findet, wie es kein Reich zuvor ihm gegeben hat. Bürgermeister A. forderte alle Anwesenden auf, sich vorbehaltlos mit aller Kraft hinter die Regierung Hitler zu stellen zum Wohle des deutschen Volkes.

Lips dankte dem Chef des Hauses für seine Worte und führte zum Schluß aus, daß der Beamte im neuen Reiche mehr denn je seine Pflicht zu tun habe.

Mit einem Hoch auf Adolf Hitler und auf den Reichspräsidenten und nach dem Gesang des Deutschland Liedes wurde die Versammlung beendet.











Pastor Felke

Emanuel Felke – Ein Pastor macht Repelen berühmt

zusammengestellt von Hansfried Münchberg

Wenn in diesen Tagen (10.September2023) vom Felke Verein im Moerser Ortsteil Repelen das Jubiläum 125 Jahre Jungbornpark gefeiert wird, so kommt sofort der berühmte Pastor Emanuel Felke in den Sinn, jener als „Lehmpastor“ bekannt gewordene evangelische Geistliche, dem das einstmals verschlafene ländliche Dorf Repelen zu verdanken hat, daß es zu nationaler, ja zeitweise sogar zu internationaler Bekanntheit gekommen ist.
Jener Emanuel Felke war am 10. Juli des Jahres 1894 „in der heute gethätigten Pfarrwahl einstimmig gewählt“ worden, wie damals der „Grafschafter“ berichtete. Er war vorher Pfarrer in Cronenberg gewesen. Am 10. August 1894 wurde dessen Wahl vom zuständigen Königlichen Konsistorium bestätigt. Repelen war damals ein Ort mit etwa 2400 Einwohnern, rein ländlich geprägt, seine einzige Sehenswürdigkeit war die Repelener Kirche, eine der ältesten Kirchen des Rheinlands.

„Ein zweiter Kneipp“

Felke, ein Anhänger des Naturheilverfahrens und der damals aufkommenden Reformbewegung wurde als „zweiter Pfarrer Kneipp“ (der damals in Wörishofen praktizierte) bekannt. Seine Heillehre stützte sich im wesentlichen auf gesunde Bäder, Bewegung an Licht und frischer Luft, Erdkraft (Lehmbäder) und gesunder Ernährung.

Er hielt regelmäßig „Sprechstunden“ ab und diagnostizierte durch einen tiefen Blick in die Augen und ins Gesicht. Augenscheinlich hatte er mit seiner Methode guten Erfolg, denn schon bald sprach es sich nicht nur in Repelen, im Kreise Moers sondern am ganzen Niederrhein und darüber hinaus herum, daß hier ein heilkundiger Pastor sehr gute Erfolge erzielte. Seine Sprechstunden fanden meist an der Repelener „Linde“ statt, der Gaststätte die unmittelbar neben der Dorfkirche lag.

Durchbohrender Blick

So schrieb der „Grafschafter 1898: „Nein, nein, welch ein durchbohrender Blick liegt doch in den Augen des Pastors von Repelen!“ Das ist immer wieder der Ausruf, den man von Felkes Patienten hört. Diese Augen, die jedem auf den Grund des Herzens schauen, vermögen mit Hilfe der Gesichtsausdruckskunde vom Gesicht und Hals des Patienten abzulesen. … Personen, die vor Monaten noch sorgfältig verpackt, schwach und todesmatt nach Repelen transportiert wurden, erscheinen jetzt, nach langer Fußtour frisch und munter.

Wenige Tage später schreibt wieder der Grafschafter: Was für ein beängstigender Verkehr herrscht doch in dem abgelegenen idyllischen Repelen, wenn Pastor Felke seine Patienten empfängt, deren Zahl an manchen Tagen wohl zweihundert beträgt. Vielfach sind sogenannte unheilbare Kranke, die bereits bei den verschiedensten Autoritäten zur Kur waren, und die nun Rettung durch Felke erhoffen. Lungenschwindsüchtige, Krebskranke, Herzleidende, Geisteskranke, Bleich-, Fettsüchtige und Hautkranke…. Und inmitten dieses Jammers die edle Gestalt Felke`s“

Felke handelte höchst uneigennützig, denn er verlangte für seine Behandlungen, Diagnosen und Ratschläge keinerlei Honorar.

Gewaltiger Zustrom

Im Oktober schreibt wieder der „Grafschafter: „Der Zustrom hat derartig gewaltige Dimensionen angenommen, daß der Pastor nicht mehr in der Lage ist, wenigstens ein Viertel der Heilsuchenden zu behandeln. Viele Patienten mussten unverrichteter Dinge wieder abgewiesen werden. Man beabsichtige, um den Zustrom bewältigen zu können, noch im Herbst eine große Heilanstalt zu bauen, in der nach Felkes Methode von weiteren Ärzten behandelt werden solle. Es habe sich in Repelen ein Konsortium gebildet, das im kommenden Jahr ein bei der Kuranstalt liegendes Kurhotel bauen wolle. Eine Arztwohnung solle ebenfalls gebaut werden.

Über die homöopahische Naturheilanstalt nach Felkes Ideen berichtet die „Rhein- und Ruhrzeitung 1899: „Die Anstalt umfasst einen Länderkomplex von weit über 50 Morgen Größe. Sie liegt etwa 5 Minuten von Repelen entfernt, am sogenannten Repeler Meer, das eine Erweiterung des frischen, klaren Moersbaches ist. Das Wasser des letzteren wird in der Anstalt die verschiedenartigste Verwendung finden. Die Anlage ist von verschiedenen Licht- Luftwegen durchkreuzt. Weite Rasenflächen wechseln sich ab mit sauber angelegten Tannenkulturen. Der an den Kuranlagen vorbeiführende Weg von Repelen nach Moers ist mit Chaussee-Bäumen gesäumt. Eine mehrere Meter hohe Blechwand wird bald die Anstalt von der Außenwelt abschirmen. …eine Menge kleiner Licht- und Lufthäuschen (jeweiliger Kostenaufwand pro Haus 1000 Mark) liegen verstreut auf dem Terrain. Besondere Kies- und Sandbäder sollen bei Sonnenbädern verwandt werden. Auch der Regen soll zu Heilzwecken genutzt werden, indem der Pastor den Patienten anempfiehlt, während desselben entweder unbekleidet oder aber nur mit einem dünnen Lichtluftmantel angetan an den von oben kommenden Segen sich zu setzen. Noch im Frühjahr soll die Anstalt offiziell dem Betrieb übergeben werden. Für das Kurhotel und die Arztwohnung wird ein Kostenaufwand von 100 000 Mark veranschlagt.

Fast vollendet

Am 3. März 1899 berichtet der Grafschafter: „ Die Anstalt ist nahezu vollendet. Erwähnenswert sei, daß diese ausschließlich von Repelener Handwerkern und Arbeitern errichtet worden sei. Gegenwärtig sei man damit beschäftigt den Damen- sowie Herrenbereich herzustellen. Beide seien kreisförmig angelegt und jeweils von einem hohen blickdichten Zaun umgeben. Im Mai solle der Anstaltsbetrieb aufgenommen werden. sei gerade die Einrichtung eines Speisehauses im Gange. Um die Patienten auch bezüglich einer Milch-Diät optimal behandeln zu können, will Pastor Felke nach Eröffnung des Betriebes Ziegen, Schafe, Kühe und Esel ankaufen lassen. Er hatte erprobt, daß Ziegenmilch unter allen Sorten die leichtverdaulichste sei. Der „Jungborn“ solle im Mai 1900 eröffnet werden, es lägen aber bereits eine große Zahl von Anmeldungen von Kurgästen vor.

Repelen hatte sich bereits wegen der Bautätigkeiten und des regen Zulaufs wirtschaftlich gut entwickelt. Die zahlreichen Kurgäste waren in Privatunterkünften einquartiert, sie mussten versorgt und verpflegt werden. Sie mussten mit Kutschen und Fuhrwerken nach Repelen transportiert und wieder zur nächstgelegenen Bahnstation gebracht werden. Ein Bahnhof sollte in Bornheim (heute der Bahnhof „Rheinkamp“) eingerichtet werden. Die Gastwirtschaften profitierten von den zahlreichen Gästen, da diese auf ihren verordneten Wanderungen und Spaziergängen sicher gerne auch einmal einkehrten um sich zu erholen, um, so ist zu vermuten, außer Hafergrütze, Rohkost und Wasser, vielleicht auch einmal ein Bierchen oder einen Schluck Wein oder auch einen Schweinebraten zu sich zu nehmen.. Damals wurde auch die Reformgaststätte in Utfort errichtet. Sie bot den Ermüdeten Labsal in Form von Rohkost, Buttermilch und Hafergrütze. Viele Moerser und Utforter können sich noch an diese, an der Rheinberger Straße gelegene Gaststätte erinnern. Bis zum Jahr 2000 war dies der von der Familie Eickschen geführte Ratskeller, schräg gegenüber des Utforter Rathaus, wo ein sehr frisch gezapftes Pils gepflegt wurde.

Reformgaststätte „Ratskeller“ Utfort

Natürlich riefen solche großen Erfolge des Pfarrers, der rege Zulauf und der damit verbundene wirtschaftliche Aufschwung des Dorfes auch Menschen auf den Plan, die daran teilhaben wollten.
So meldete die Kempener Zeitung am 2. Mai 1899, der Pastor Felke habe seine Sprechstunden eingestellt, da ihm zu Ohren gekommen sei, daß seine bisherige so selbstlose und uneigennützige Tätigkeit von fremden Spekulanten durch Ankauf von Grundstücken finanziell ausgebeutet werden solle.

Hotel „Jungborn“ in Repelen, gemalt von Bertha Trompetter

Im Winter der Jahre 1899/1900 wurden sowohl im Herren- wie auch im Damenpark jeweils eine Wandelhalle errichtet um den Betrieb auch im Winter aufrechterhalten zu können.
Der Grafschafter schreibt im Januar 1900: „ der Zuzug nach Repelen dauert fort und manches neue Haus wird gebaut“.
Felke hatte inzwischen auch international einen solchen Ruf erlangt, daß er im Dezember 1900 nach Italien gerufen wurde, um dort in der Toscana ein Licht-Luft-Bad nach Jungborn-Prinzipien einzurichten.

Neid, Missgunst und Feindschaft

Natürlich riefen solche Erfolge auch Neider, Missgünstige und sonst nicht Wohlgesonnene auf den Plan. Felke wurde wieder und wieder mit Falschmeldungen, Anschuldigungen, Anfeindungen, Anzeigen und Prozessen überzogen. Dieses ist ein umfangreiches Geschehen.

„Ich wäre der Regierung dankbar, wenn sie mir die Kranken vom Halse hielte!“

Vom verschlafenen Bauerndorf zum national und international bekannten Kurort, diesen rasanten Aufstieg, innerhalb weniger Jahre hat Repelen zur Jahrhundertwende 19. zum 20. Jahrhundert geschafft.
Wie im vorangegangenen Artikel beschrieben hatte die 2400 Seelen Gemeinde das dem 1894 ins Amt gekommenen Pastor der evangelischen Kirchengemeinde, Emanuel Felke zu verdanken. Dieser Seelsorger war ein eifriger Verfechter der Naturheilkunde und entwickelte in seiner Repelener Zeit die Felkesche Naturheil-Methode. Dabei war er so erfolgreich, daß binnen Kurzem ein reger Zulauf von Heilung Suchenden nach Repelen stattfand. An vielen Tagen sollen bis zu 200 Personen den heilkundigen Pastor aufgesucht haben. In wenigen Jahren wurde unter seiner Leitung eine ganze „Kuranstalt“ bestehend aus dem Jungbornpark, dem Jungbornhotel, Wandelhallen, Licht- Luft Hütten, Speisesaal und Unterkünften errichtet. Viele Häuser, entlang der Jungbornstraße wurden damals von den Repelenern als Unterkünfte mit Fremdenzimmern erbaut.

Damals wie heute gab es natürlich auch Zweifel an der Wirksamkeit des propagierten Naturheilverfahrens. Es ist wohl nicht weiter verwunderlich, daß eine so erstaunliche Erfolgsgeschichte auch Neider und Gegner auf den Plan rief. Allen voran die Vertreter der Schulmedizin, die der Naturheilkunde skeptisch gegenüber standen, wohl auch um ihre Pfründe fürchteten, und der Behörden sahen in Pastor Felke einen „Kurpfuscher“ und wurden nicht müde, diesen mit immer neuen Prozessen zu überziehen. Aber auch einigen Repelener Bauern, niederrheinischen Sturschädeln, war so ein neumodischer „Reform-Kram“ nicht geheuer, wäre es ihnen doch lieber gewesen, der Herr Pfarrer hätte seine ganze Energie auf das Gemeindeleben konzentriert.

„Lehmerei“ erregt Unwillen
Es gibt zahlreiche Presse – Berichte aus dieser Zeit. So schrieb z.B. 1898 die Kempener Zeitung: “Die Lehmheilmethode des Pastors Felke in Repelen hat in der ärztlichen Welt viel Unwillen erregt. Die Regierung hat jetzt dem Lehrer U. Müller und einem Genossen desselben verboten, für Felke weiter literarisch und rednerisch zu agitieren und sich an der praktischen Ausübung der „Lehmerei“ zu beteiligen. Gegen Felke ist bei dem Konsistorium ein Einschreiten beantragt worden.

Anzeige wegen Kurpfuscherei
Der „Grafschafter“ schrieb im gleichen Jahr: „Auf eine Anzeige wurde gegen Pastor Felke vor Wochen das Ermittlungsverfahren wegen Kurpfuscherei seitens der Staatsanwaltschaft eingeleitet. Allerdings sei das Verfahren gegen ihn eingestellt worden.“
Im Dezember 1898 ersuchte die „königliche Regierung zu Düsseldorf“ das zuständige Konsistorium zu Koblenz dem Pastor jeden weiteren Kurbetrieb zu untersagen.
Im Januar des folgenden Jahres begab sich ein Konsistorial-Assesor der Rheinprovinz aus Koblenz nach Repelen um dem Pastor genau auf die Finger zu schauen.
Im Februar 1899 wird die Tätigkeit Felkes als Therapeut anerkannt, soweit diese in uneigennütziger Weise ausgeübt wird. Hiermit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß Felke für seine Therapien keinerlei Honorar verlangte. Gleichzeitig wurde festgestellt, daß der Pastor seine seelsorgerischen Tätigkeiten in keiner Weise vernachlässige.

Sprechstunde eingestellt
Im Mai 1899 meldete die Kempener Zeitung: „Herr Pastor Felke hat seine Sprechstunden von kommender Woche an eingestellt, da ihm zu Ohren gekommen ist, daß seine bisherige so selbstlose und uneigennützige Tätigkeit im Interesse der leidenden Menschheit von fremden Spekulanten durch Ankauf von Grundstücken finanziell ausgebeutet werden soll.“

Prozeß wegen Körperverletzung
Im gleichen Jahr begann ein von der Staatsanwaltschaft angestrengter Prozeß, der Bauer Wortelkamp hatte Pastor Felke wegen Körperverletzung angezeigt. Der Bauer hatte Heilung einer Blutvergiftung an der Hand von ihm erhofft. Die Hand mußte jedoch später amputiert werden. Die Anklageschrift umfasste nicht weniger als 20 Seiten. Die Voruntersuchung wurde jedoch seitens des Gerichts eingestellt.

Auch mit mehreren frei erfundenen Falschmeldungen in der nationalen und internationalen Presse hatte sich der Pastor immer wieder herumzuschlagen. So soll er beispielsweise per telefonischer Diagnose eine heisere Sängerin kurz vor ihrem Auftritt durch fernmündlich verordnete Lehmpackungen binnen weniger Stunden wieder zu einer glasklaren Stimme verholfen haben.
Auch wurde in Repelen gemunkelt, der Pastor würde mit seinem durchdringenden Blick in die Augen der Damen dafür sorgen, daß die eine oder andere neun Monate später von einem gesunden Kindlein genesen sei, dafür gab aber keinerlei Bestätigung.

Die Natürlichkeit, ein öffentliches Ärgernis
Natürlich war die „neue Natürlichkeit“ sprich Nacktheit in den Kuranlagen vielen Moralisten ein Dorn im Auge, war man zu der Zeit doch im Allgemeinen eher zugeknöpft. So wurde der bevorstehende Untergang der abendländischen Moral heraufbeschworen, wohl auch, weil Felke zu Verhütungs-Methoden riet und die Unterdrückung von Sinnlichkeit ablehnte. So gab es damals etliche Moralapostel die gegen Felke agitierten.

Jungborn-Anstalt amtlich geschlossen
Nach weiteren Prozessen meldete die Kempener Zeitung am 23.7.1903 „Gestern ist die Naturheilanstalt „Jungborn“ amtlich geschlossen worden. Der Grund zu dieser Maßnahme soll darin liegen, daß die Konzession nicht innegehalten worden ist. Felke hoffe jedoch, die Anstalt bald wieder eröffnen zu können, der Vorstand der Anstalt habe Beschwerde beim Regierungspräsidenten eingereicht.

Prozeß wegen Beleidigung des Bürgermeisters und des Amtsarztes
Im Januar 1904 meldete die Leipziger Zeitung: „Im vorigen März hatte Pastor Felke sich vor dem Landgericht Cleve wegen Beleidigung des Bürgermeisters H. und des Kreisarztes B. zu verantworten. Beide hatten in seinem Hause eine Revision vorgenommen. In einer Beschwerde hierüber hat der Lehmpastor ihnen ein ungerechtes und ungesetzmäßiges Vorgehen vorgeworfen. Das Gericht erkannte auf Freisprechung, soweit der Bürgermeister in Frage kommt, und stellte im übrigen das Verfahren ein, da die Zulässigkeit des Strafantrags, den der Kreisarzt gestellt hatte, verneint wurde. Auf die Revision des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das Urteil auf, soweit es auf die Einstellung des Verfahrens erkannt hatte, verwarf aber die Revision des Staatsanwalts, soweit das Urteil auf Freisprechung erkannt hatte.“
Ebenfalls im Januar 1904 meldete die Kempener Zeitung: „Pastor Felke ist für den 9. Februar vor das Amtsgericht Moers geladen worden, wo er sich besonders wegen angeblicher Nichtbefolgung des Ministerialerlasses verantworten soll, der allen nicht approbierten Heilkundigen, soweit sie ihre Tätigkeit gewerbsmäßig betreiben, die Anmeldung beim Kreisarzt zur Pflicht macht.“ Da Felke seine Heilkunde ohne jegliche Honorare ausübte, wurde er freigesprochen, da er ja keine „gewerbliche“ Tätigkeit ausübte.

Pastor Felke mit Frau und Kind (Sammlung Hennen)

Mit Geldsachen habe ich gar nichts zu tun
Von einem weiteren Prozeß, diesmal gegen den verantwortlichen Redakteur der Felke-Zeitschrift berichtete der Hannoversche Kurier Hannoverscher Kurier im Dezember 1904 ausführlich.
In der heutigen Strafkammerverhandlung gegen den der Beleidigung von staatlichen Medizinalbeamten angeklagten Redakteur Gerpheide der „Felke-Zeitschrift“ sei die Vernehmung des als Zeugen geladenen Pastors Felke wiedergegeben: Vorsitzender.: Wie ist das mit den Nummergeldern? — Pastor Felke: Mit Geldsachen habe ich gar nichts zu tun. Die Einnahmen habe nie ich. Ich wehre Geld von mir ab. Wider meinen Willen ist eine so große Praxis über mich gekommen. Ich wäre der Regierung dankbar, wenn sie mir die Kranken vom Halse hielte. Je mehr ich angeklagt wurde, destomehr sind gekommen.
Die Schließung der Niederlage in Repelen am 16. April 1904 sei unvermittelt gekommen. Er habe sofort an den Regierungspräsidenten telegraphiert und ihn für die Folgen, Schädigung von Kranken usw., verantwortlich gemacht.
Frage an Felke: Haben Sie Personen aus nächster Umgebung der Kaiserin, hohe Generale, Juristen usw .,behandelt? — Felke: Ja!

In den Gemeinderat gewählt
Auch in der Kommunalpolitik zeigte sich Felke rührig, er kandidierte zum Gemeinderat und wurde auch gewählt, jedoch vermeldete der Grafschafter im Februar 1905
Nachdem die Wahl des Herrn Pastor Felke als Gemeindeverordneter vom Gemeinderate zu Repelen in seiner Sitzung vom 19. Jan. 1905 für ungültig erklärt worden, findet die Neuwahl eines Gemeindeverordneten durch die Wähler der dritten Abteilung am Mittwoch 22.Febr.
Über die Begründung der Wahl-Annulierung war nichts zu erfahren.

Immer wieder war die Jungborn-Anstalt von Schließung seitens der Behörden bedroht. So meldet die Rhein.-Westf. Zeitung 1905: „wird die Pastor Felkesche Naturheilanstalt in Repelen trotz der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes nicht geschlossen werden, da bis zum Eintreffen des Urteils eine Umgestaltung der Anstalt vorgenommen werden wird. Der Landtagsabgeordnete des Kreises Mörs Kommerzienrat Vorster-Köln war am Dienstag dieser Woche in Repelen zur eingehenden Besichtigung der Anstalt und hat darauf an maßgebender Stelle Schritte im Interesse der Anstalt getan.
Eine über 15 000 beglaubigte Unterschriften tragende Petition betreffend die teilweise Außerbetriebnahme der Anstalt „Jungborn“ und die Bitte um Sendung einer Kommission, die Felke Heilmethode an Ort und Stelle prüfen soll, ist fertiggestellt und wird demnächst dem Kaiser und dem Parlament überreicht werden.

Der Pastor wehrt sich
Aber auch die Felke – Gegner hatten mit der Wehrhaftigkeit des Pastors zu rechnen. So meldete der Grafschafter im Januar 1906: „Dr. med Chr. Diehl, dirigierender Arzt am Sanatorium Stolzenberg, wurde heute vom hiesigen Schöffengericht nach etwa fünfstündiger Verhandlung wegen öffentlicher Beleidigung des durch seine Heilmethode bekannten Pastors Felke in Repelen b. Moers und des Schriftleiters der Felke Zeitschrift, G. Gerpheide, beide in Duisburg, begangen in einem Artikel der Zeitschrift „Naturarzt“, zu ja 150 Mk. Geldstrafe ev. 30 Tage Gefängnis, verurteilt.

Prozeß wegen fahrlässiger Tötung – Freispruch
Im Januar 1909 wurde vor der Strafkammer in Kleve gegen Pastor Felke wegen Fahrlässiger Tötung infolge einer angeblichen Blinddarmentzündung verhandelt. Wie der „Grafschafter“ vom 11. Januar 1909 berichtet, sei der Pastor im Laufe der Jahre bereits über ein Dutzend mal angeklagt, er aber immer wieder freigesprochen worden. Wegen dieses laufenden Prozesses sei der Pfarrer gezwungen, seine geplante Amerika-Reise um ein Vierteljahr zu verschieben.
Auch in diesem Verfahren wegen Blinddarmentzündung wurde Pastor Emanuel Felke freigesprochen.

Felke bittet um seine Entlassung
Im Jahr 1914 war Felke offenbar der ständigen Anfeindungen und Prozesse müde, so daß er um seine Entlassung aus den Repelener Pfarrdiensten bat, ironischer Weise mit der Begründung an einem schlimmen Halsleiden erkrankt zu sein. Er setzte seine Heiltätigkeit anschließend in Bad Sobernheim erfolgreich fort. Auch die Felke-Bewegung existierte weiter

„Kann machen daß die Lahmen sehn“

125 JAHRE JUNGBORNPARK IN REPELEN

Heutiger Zustand, Eingang ehemaliges Pastorat in Repelen

Es ist gewiss erstaunlich, welche rasante Entwicklung das um die Jahrhundertwende noch verschlafene Bauern-Dorf Repelen unter der Ägide des Pfarrers, vor allem aber des Naturheilkundigen Emanuel Felke zum national und international bekannten Kurort genommen hat.
Die Kur-Anstalt Jungborn, der Jungbornpark und zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten waren entstanden, ja sogar ein Bahnhof (Bornheim, jetzt „Rheinkamp“) war extra für die anreisenden Kurgäste gebaut worden. An diesen erstaunlichen Aufschwung erinnert gerade das Jubiläum 125 Jahre Jungbornpark.

Der wirtschaftliche Aufschwung war unübersehbar. So war es kein Wunder, daß man seitens der Einheimischen natürlich auch an dieser Entwicklung mitverdienen wollte. Das ging soweit, daß Pastor Felke einmal damit drohte, seine Sprechstunden einzustellen, da einige Bürger aus erhofften Bodenspekulationsgewinnen Profit schlagen erhofften.

Auch gab es einige „Trittbrettfahrer“ die unter der Firmierung „nach Felkescher Lehre“, vielleicht auch mit dem Einverständnis Felkes, alle möglichen Produkte auf den Markt brachten. Für die Wißbegierigen gab es zunächst etliche Druckschriften im Verkauf, die die Felke – Methode propagierten. Dazu kamen dann „Felke-Wäsche“, „Felke-Bettgestelle“, „Felke- Kaffee-Ersatz“, „Felke-Ersatz-Butter“, „Felke- Stickhustensaft“, „Pastor Felkes Kurwannen“, „Felke-Nährkaffee“ sowie „Kost und Logis nach Felke – Grundsätzen“ und Einiges mehr.

Über die örtliche Presse wurden vermittels hin- und her geschriebener Leserbriefe Pro- und Contra ausgetauscht, wohl um den Pastor als Quacksalber und Kurpfuscher zu diffamieren einerseits, zu verteidigen andererseits. So zum Beispiel über die angebliche Blitzgenesung einer Hof-Opern-Sängerin aus Braunschweig, die nach einer telefonisch Verordneten Lehmpackung kurze Zeit später ein glänzendes Konzert sang, obwohl sie vorher kaum noch ein Krächzen zustande brachte. Dieses wurde dementiert, wieder behauptet, bestritten usw.

Eine ganz kühne, in der ganzen Nation verbreitete Meldung war, Pastor Felke habe, um die Ungefährlichkeit von Bazillen zu beweisen, einen ganzen Teller mit Tuberkel-Bazillen verspeist, ohne daß ihm dabei etwas zugestoßen wäre. Natürlich wurde diese Meldung heftig kommentiert und ebenso heftig dementiert. Zum Ende stellte sie sich als Falschmeldung, von wem und warum auch immer lanciert, heraus.

Licht- Lufthütte im Jungbornpark, heute Felke-Museum
Licht- Lufthütte im Jungbornpark, heute Felke-Museum

Einige Blüten sind auch in teils nett gemeinten, teilweise spöttischen Liedern und Versen zu finden, die über die Presse publiziert wurden. So schrieb zum Beispiel der „Wochenplauderer“ der Essener Volkszeitung 1904

Ihr Leute spitzt jetzt Euer Ohr
Schiwiddewitt bumbum,
Ich bin der gute Lehmpastor!
Schiwiddewitt bumbum,
Kann machen daß die Lahmen seh`n
und daß die Blinden wieder geh`n!…..

Ein anderes Beispiel, ein aus den Schützengräben des Ersten Weltkriegs zugesandter Reim des Soldaten Willy Ailbout, Unteroffizier d. Landwehr aus Repelen:

„Sehr geehrter Herr Pastor.
Ich kann wirklich nicht davor,
Daß man hier im Schützengraben
Sich am reinen Lehm muß laben,
Denn ein Wirkungsfeld wie nie,
Wär tatsächlich hier für Sie!
Lehm gibt es hier drauf und drunter,
Trotzdem sind wir gesund und munter,
Das kommt, erzählt ich meinen Kollegen,
Weil wir hier ganz nach„Felke“ leben….“

In den Abbildungen sind Beispiele dieser Blüten zusammengestellt.

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Auch Felke selbst soll um flotte Sprüche nicht verlegen gewesen sein. So berichtet Christa Wittfeld vom Felke-Verein von Gesprächen mit Zeitzeugen, der Pfarrer habe beispielsweise aufgefordert: „schlaft viel auf der Erde, dann müsst ihr nicht so früh unter die Erde!“
Oder: Schließt die Augen vor dem Esel der hier oben predigt, aber haltet die Ohren auf für das Wort! Oder: Beim Fahrradfahren müsst ihr immer freundlich grüßen!

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Wenn Sie mehr Informationen zu Felke und seiner Methode haben möchten, gehen Sie im Jungbornpark ins Felke-Museum, ein Nachbau einer Licht- Luft-Hütte, ist geöffnet Sonntags von15 bis 17Uhr.
Weiteres erfahren Sie auf der Homepage de Felke-Verein unter http://www.felkeverein.de

Der Grafschafter 28.7.1933

Der Grafschafter 23.11.1935

Der Grafschafter 23.5.1934

Der Grafschafter 14.4.1934

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Brennholztorso, Canale, Italöien
Aquabombs, Lido di Spina, italien
Aquabombs
Durchgehobjekt, Modell für Planquadrat 22 , München
Labyrinth, Modell für Planquadrat 22, München